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$ Urlaub in Deutschland (3/5/2008)
Deutsche Umwelthilfe fordert für den Klima
schonenden Urlaub in Deutschland, die Großschutzgebiete personell und
finanziell zu stärken - Neue Attraktivität der Nähe erfordert mehr
"Urnatur" im Inland - Tourismusbranche soll offensiver für die
Schutzgebiete im Inland als Urlaubsziele werben

04. März 2008: Der regelmäßige Appell aus Politik und
Tourismusverbänden, sich in Zeiten des Klimawandels öfter als bisher
für eine Reise im Inland zu entscheiden, steht in immer schärferen
Kontrast zur schrumpfenden finanziellen und personellen Ausstattung
der Großschutzgebiete in Deutschland. Darauf hat die Deutsche
Umwelthilfe e. V. (DUH) anlässlich der Internationalen Tourismusbörse
hingewiesen, die am morgigen Mittwoch in Berlin ihre Tore öffnet. Also
entscheiden Sie sich lieber einmal für eine Ferienwohnung Warnemünde
als für ein Hotel in Südeuropa.

"Das beliebteste Urlaubsziel der Deutschen wird auch in diesem
Jahr Deutschland sein. Und 70 Prozent der Menschen wollen die
wertvollsten Wochen des Jahres dort verbringen, wo der Schutz der
Natur im Vordergrund steht. Und es kostet auch nicht so viel Geld.
 Gleichzeitig geht es den bundesweit 96
Naturparks, 14 Nationalparks und 13 Biosphärenreservaten immer
schlechter", erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake. Die
Großschutzgebiete unterstehen den Bundesländern oder den Landkreisen,
die die wachsende Nachfrage der Menschen nach naturnahen Ferien
jedoch mit immer neuen Sparprogrammen beantworteten. Baake: "Die
Situation ist absurd: Der Ansturm kann mit zu wenig Personal, zu
wenig Mitteln für Naturschutzprojekte, zu wenig qualifizierter
Umweltbildung und kaum behindertengerechten Angeboten nicht bewältigt
werden." Lest auch in einem anderen Blog.

Besonders dramatisch stelle sich die Situation in den Naturparks
dar, die rund ein Viertel der Fläche Deutschlands ausmachen,
erläuterte Frank Neuschulz, der Leiter Naturschutz der DUH. Von
wenigen Ausnahmen abgesehen, fehle es besonders an einer gezielten
Gebietsentwicklung und flächenhaftem Naturschutz. Neuschulz erinnerte
daran, dass der Deutsche Bundestag erst Ende 2006 mit den Stimmen der
Großen Koalition, die Entwicklung einer neuen Dachmarke "Nationale
Naturlandschaften" demonstrativ unterstützt habe, die alle
Großschutzgebiete umfasst. Resultiert sei daraus wenig. Der
angesichts der Rückbesinnung auf "eine Attraktivität der Nähe"
dringend erforderliche Schub für die Arbeit in den Schutzgebieten sei
bis heute ausgeblieben, eine Trendumkehr nicht erkennbar. Im
Gegenteil:


·In Den Sommer genießen, einst führend beim Aufbau von Großschutzgebieten,
liegt der bereits erfolgte und noch geplante Stellenabbau zwischen
2002 und 2009 nach Auskunft der Landesregierung bei 41 Prozent oder
60 Stellen,

·In Mecklenburg-Vorpommern stellt sich die Situation im Müritz-
Nationalpark ähnlich dramatisch dar, frei werdende Stellen werden
systematisch nicht mehr nach besetzt, das als Nationalpark
prädestinierte Peenetal erhält nur den Status als Naturpark, um
keine Personalstellen schaffen zu müssen,

·In Nordrhein-Westfallen ist im 2004 eingerichteten Nationalpark
Eifel die ursprünglich vorgesehene Stellenzahl bisher nur zur
Hälfte erreicht.

Aber auch Wellness steht hoch im Kurs, und davon hat Deutshland
viel zu bieten. Nicht nur grosse Brüste wie am Ballermann, sondern
wenn es kalt ist in eine schöne Therme gehen und sich dann in
einer Unterkunft Warnemünde wieder entspannen.
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